Aramäisch : Weltsprache des Altertums : eine Kulturgeschichte von den neuassyrischen Königen bis zur Entstehung des Islams

Die aramäische Sprache ist ein Wunder: Ganz ohne militärische Eroberungen wurde sie im ersten Jahrtausend v. Chr. zur Verwaltungssprache des persischen Großreichs und damit zur ersten Weltsprache überhaupt. Holger Gzella, weltweit einer der besten Kenner des Aramäischen, erklärt, warum sich Spr...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
VerfasserIn: Gzella, Holger (VerfasserIn)
Körperschaft: Verlag C.H. Beck (Verlag)
Dokumenttyp: Buch
Sprache:German
Veröffentlicht: München : C.H. Beck , [2023]
Schriftenreihe:Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
Schlagwörter:
Online Zugang:Inhaltsverzeichnis
Inhaltstext
Cover
Bibliogr. Hinweis:Erscheint auch als: Aramäisch
Erscheint auch als: Aramäisch
Erscheint auch als: Aramäisch
Kritik in: Empfehlung
Rezensiert in: [Rezension von: Gzella, Holger, 1974-, Aramäisch : Weltsprache des Altertums : eine Kulturgeschichte von den neuassyrischen Königen bis zur Entstehung des Islams]
Rezensiert in: Two books on tradition
Verantwortlich:Holger Gzella
Beschreibung
Zusammenfassung:Die aramäische Sprache ist ein Wunder: Ganz ohne militärische Eroberungen wurde sie im ersten Jahrtausend v. Chr. zur Verwaltungssprache des persischen Großreichs und damit zur ersten Weltsprache überhaupt. Holger Gzella, weltweit einer der besten Kenner des Aramäischen, erklärt, warum sich Sprache und Schrift eines politisch unbedeutenden Territoriums von Nordafrika bis Indien durchsetzten konnte und wie es zu einem zweiten Wunder kam: In der Weltsprache Aramäisch wurden Schriften mit einer universalen Botschaft verfasst, die aus lokalen Kulten die ersten Weltreligionen machten. Das anschaulich geschriebene Buch lässt auf faszinierende Weise das unsichtbare Gewebe erkennen, das die Kultur des Altertums geprägt hat und die großen Religionen bis heute verbindet. Das Aramäische war über tausend Jahre lang die Lingua franca zwischen Indus und Nil, ja mehr noch: Durch mächtige Netzwerke von Beamten und Schreibern prägte es Politik, Recht, Literatur und Religion der Alten Welt. Wichtige Teile des Alten Testaments sind auf Aramäisch geschrieben, Jesu Muttersprache war Aramäisch, das rabbinische Judentum war zum großen Teil aramäischsprachig, und die orientalischen Kirchen sind (teils bis heute) ohne das Aramäische als Literatur- und Liturgiesprache nicht zu denken. Im 7. Jahrhundert schließlich wurde das Aramäische vom Arabischen, der Sprache des Korans, als Leitsprache des Orients abgelöst.Die aramäische Sprache ist in Forschung und öffentlicher Wahrnehmung zu Unrecht ins Abseits geraten. Holger Gzellas faszinierende Gesamtdarstellung bringt ein «vergessenes Weltreich» zum Vorschein, das in den Weltreligionen bis heute weiterlebt.
Beschreibung:Literaturverzeichnis: Seite 437-470
Beschreibung:480 Seiten Illustrationen, Karten 22 cm
ISBN:9783406793486
3406793487