Augustinermuseum
Das Augustinermuseum in Freiburg im Breisgau gehört zu den bedeutendsten Museen am Oberrhein mit einer renommierten Sammlung der Kunst vom Mittelalter bis zum Barock sowie Malerei des 19. Jahrhunderts. Es zeigt auch die Sammlungen des Diözesanmuseums der Erzdiözese Freiburg, die ohne eigenes Haus schon seit den 1920er Jahren eng mit den Städtischen Sammlungen zusammenarbeitet. Weitere bedeutende Leihgeber sind der Münsterfabrikfonds und die Adelhausenstiftung Freiburg.Das Gebäude, ein ehemaliges Kloster der Augustinereremiten mit gotischem Kreuzgang, wurde seit 2006 in drei Bauabschnitten grundlegend saniert und in einen modernen Museumsbau umgewandelt. Die frühere Klosterkirche ist nach langjähriger Sanierung seit dem 23. März 2010 wieder geöffnet. 2016 wurde das „Haus der Graphischen Sammlung“ als zweiter Bauabschnitt fertig gestellt. Der ehemalige Konventsbau als dritter Bauabschnitt wurde am 27. Februar 2026 mit einem Festakt im Freiburger Münster eröffnet. Damit ist seit dem 28. Februar das Augustinermuseum der Allgemeinheit wieder komplett zugänglich.
Vergleichbar in der Bedeutung für die Präsentation des Kunst und Kulturerbes des Oberrheingebietes vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert sind Unterlinden-Museum Colmar und Historisches Museum Basel in der dortigen Barfüßerkirche (die Straßburger und die Karlsruher Bestände sind jeweils über mehrere Museen verteilt). Durch seine Sammlungen erfüllt das Augustinermuseum, obwohl kommunal geführt, quasi die Aufgabe eines Landesmuseums für das ehemalige Bundesland Baden (1947–52) in dessen alter Hauptstadt.
Das am Münsterplatz gelegene Museum für Stadtgeschichte im Wentzingerhaus war eine Abteilung des Augustinermuseums und wurde Ende 2024 geschlossen. Die dort gezeigten Gegenstände kommen aus dem Fundus des Augustinermuseums. Sie sind 2025 ins Augustinermuseum umgezogen und werden nun in der neuen stadtgeschichtlichen Abteilung im Westflügel präsentiert. Zum Augustinermuseum gehört das 2025 eröffnete Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg im Breisgau im ehemaligen Verkehrsamt am Rotteckring. Veröffentlicht in Wikipedia
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